17.07.2011 08:11:24

Circle of Life.

Hmm. Irgendwie passt 'circle of life' nicht richtig als Titel, aber ein besserer fällt mir gerade auch nicht ein. Es ist nicht der gesamte Kreis des Lebens, der mir gerade durch den Kopf geht. Es sind aber Teilstücke, die sich am Rande tummeln. Tod und Patenschaft. Wie geht man damit um, wenn man erfährt, dass man tödlich krank ist, aber eigentkich ganz gut klarkommt und ein konkretes Ende nicht wirklich absehbar ist? Und auf der anderen Seite: Wieweit ist man bereit sich in seinen persönlichen Plan hineinfunken zu lassen, weil man glaubt jemanden passenden/besonderen gefunden zu haben? Ist die zweite Frage angesichts der ersten noch wirklich relevant? Kann man die erste ohne die zweite wirklich ernst nehmen? Was gibt es noch zu verlieren? Zu erleben? Zu gewinnen? Und dann kommt die Realität und zeigt dir, dass sie sich mehr um so Dinge wie Würde und Eigenständigkeit und Zeitvertreib kümmert. Darum, ob du dir noch selbst den Arsch abwischen und ein Marmeladenbrötchen schmieren kannst. Ob die Fernsehgebühren bezahlt sind und wann mal wieder jemand vorbei kommt. Und unwillkürlich fühlst du dich schuldig, dass du das, was du alles selbst kannst, nicht wesentlich mehr zu nutzen und zu schätzen weißt. Gleichzeitig siehst du dich deiner eigenen Vergänglichkeit gegenüber und die Panik daraus stellt dir die Frage, was denn nun bleibt. Von dir, von dem was du denkst zu sein oder möchtest, dass andere es denken. Welche anderen? Wem traust du sonst zu, dich wirklich wiedergeben zu können? Wer kennt dich? Wem gestattest du, dich zu kennen? Und wer bleibt, der dich kennt? Was ist, wenn es diese Person nicht (mehr) gibt? Wieviel hast du am Ende noch in dir und wieviel bist du am Anfang bereit von dir zu geben? Jede Menge törichte Fragen auf die es keine Antwort gibt und ebenso töricht, dieser Erkenntnis einen wirklichen Wert abzuringen. Man muss Entscheidungen treffen. Das ist wohl das eine und dann schauen, ob es einem recht so ist. Immer mit der endlichen Gewissheit und immer mit einem Augenzwinkern der Autonomie. Irgendwie so, nehme ich an. Ach ja, und wenn es sich anbietet, sollte man sich als Vertrauensspeicher anbieten und keine Angst davor haben, die eigenen Pläne dafür auf Spiel zu setzen.

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