13.02.2011 20:37:10

Kreativität



Und dann beschleicht einen wieder dieses Gefühl. Nein, die Frage stellt sich ganz konkret: Wie geht es weiter? Was kommt jetzt? Wann kommt etwas Neues?

Und alle schwänzeln doch nur um die eine herum: War´s das jetzt?

Ja und nein. Ach, verdammte Ambivalenz.

Ja, vielleicht war es das jetzt. Vielleicht sind die gute Ideen, die Bilder, die Formulierungen, die Formen und die Lust nach Farben zu suchen am Ende. Vielleicht ist das Limit erreicht, das Ende allen "neuen", kreativen Inputs nahe. Vielleicht kommt da nichts mehr und auch der Drang nach etwas Neuenm zu suchen verödet. Kann sein.

Nein, es ist wie immer - nur eine Phase. Eine Phase der Ruhe, der Niedererregtheit. Eine Zeit mit wenig Höhepunkten, wenig Eskalation, wenig Anspannung. Etwas, das andere Erholung nennen und das bei mir (widersinniger Weise) doch wieder Nervosität hervorruft. Eine Ruhe, die mich nicht zur Ruhe kommen lässt, die mir schwerfällt zu genießen.

Aber, wie wäre es, das alles, was aus den "wilden Zeiten" noch da ist, unfertig herumliegt und eigentlich Ausgestaltungspotential für mehrere Jahre birgt, was wären wenn ich die Ruhe einfach dazu nutze, an Details zu feilen. Die Kanten runder und die Rundungen etwas eckiger mache. Bis die Dinge so sind, wie ich sie haben möchte, wie ich sie für gut befinde. Für abschließend gut.

Ich weiß nicht, ob das klappt. Ivch verliere erfahrungsgemäß mit der Absehbarkeit eines guten Ergebnisses, mit dem Verstehen und Überbelicken was noch zu einem Finale notwendig wäre, die Lust an der Fertigstellung. Was ich letztlich selten weiß ist, ob ich eine Sache wirklich zu Ende bringen kann. Und dabei geht nicht um die Frage, ob sich Dinge wirklich zu Ende bringen lassen, weil sich eh immer alles ändert und bla-bla.

Es geht darum etwas zu vollenden zu dem Zeitpunkt, an dem man daran arbeitet.

P.S.: Wie bin ich eigentlich bis jetzt ohne die Kategorie FRAGEN ausgekommen?

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