30.03.2010 22:33:40

"Der Mond ist aufgegangen,..."

Selbstberuhigendes Streicheln einer Sterbenden. Den eigenen Egoistmus immer wieder überwinden und Gefahr laufen den starren Augenblick zu verpassen. Die Gelegenheit, kurz vor der letzten Gelegenheit. Warten auf das Läuten eines Telefons. Routiniertes Deuten unvorhersehbarer Kurven, deren Alarme erwartete Schrecken vorwegnehmen. Stille. Lagern. Weiterstreicheln. Den Körper funktional beschreiben und nicht bereifen, was da vorsichgeht. Nicht begreifen, wer da vor dir liegt. Oma. Oma-ria. Besuchswechsel, Wachablösung und wieder die Entscheidung, zu gehn oder zu bleiben. Abschied. Schneeweißes Haar. Die Stirn wird zentraler Punkt. In Küssen destillierte Erinnerungen. "...die goldnen Sternlein prangen, am Himmel hell und klar...". Die Lichter der Hütte werden die letzen Sterne sein. Qualmwolken umnebeln sie und doch, ein Funkeln, wie es strahlender nicht sein könnte. Tausend Gedanken schwimmen im Kopf. Ideen, was man machen, könnte - sollte - und doch nicht tut. Streicheln, zur Beruhigung. "Der Mond ist aufgegangen." Schlaf schön und - danke!

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