28.02.2010 10:06:11

Zukunft.







 Elektrischer Reporter – Fabbing: Ich drucke mir meine Welt


Eine der Schwachstellen meiner Annahme, dass sich zukünftug die territorial gebundenen Staats- und somit Gesellschaftsformen auflösen werden, war (und ist es auch noch), der Umstand, dass Kommunkationsgesellschaften zwar ortsunabhängig entstehen können, der Mensch aber dann doch immer noch "realweltliches" Feedback etwa in Form von Essen oder neuen Schuhen benötigt. Deshalb denke ich, dass nicht nur virtuelle Institutionen (Facebook, eBay, PayPal, Google) die bestehenden Formen der Nationenzugehörigkeit auf- und ablösen werden, sondern ebenfalls Konzerne und Kostrukte mit Bezug zur Echtwelt, wie etwa Postdienste oder Religionen.

Daneben aber, wird es Schnittstellen geben, die in der Lage sind nicht mehr nur physische in digitale Welt zu übersetzen, sondern auch umgehehrt. Zum einen ist damit eine wesentlich komfortablere Loslösung der Dinge von ihrem Entstehungsort möglich, als dies heute mit Schiffen, Flugzeugen und LKW praktiziert wird. Besser aber noch wird sein, dass eine Vergestaltlichung von virtuell entstandenen Ideen kostengünstig und einfach erlern- und bedienbar möglich ist. Damit entsteht nicht bloße eine Wandlung (Digitalisierung) der immer schon vorhandenen Welt, nach und nach wird sich die Technik zu einem vollwertigen Rückkanal aus der Virtualität entwickeln.

Erste Schritte der Entkopplung von Ort und Materie beschreibt die aktuelle Ausgabe des elektrischen Reporters und nennt es "fabbing". Objektformung für zuhause. 3D-Drucker, die zur Zeit noch einfache Ersatzteile und Prototypen formen können. Aber der Vergleich mit den Computern in den 1960 und 70ern ist schon sehr plastisch. D.h. ... Moment ... hmhmhm ... 2050 ist das ganze dann für 400 Euro bei der Autktioninstitution des geringsten Misstrauens zu erstehen und baut daheim den Open-Source-Schwebegleiter "kfly". Ich werd´s wohl noch erleben, juhu! Nur der Tee, der wird nicht schmecken, das wissen wir ja schon.

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