11.09.2010 08:09:50

Kopfkino

B: "Eigentlich würd´ ich ja gern vorbeikommen..." A: "Ja aber?" B: "Ich weis nicht, ob das dann nicht zuviel wird." A: "Zuviel für was?" B: "Zuviel für, ... weis ich nicht ..." A: "Hm." B: "Ich würd gern das RICHTIGE tun, die richtige Dosierung finden, das richtige Maß kennen." A: "Richtig wofür?" B: "Hm. Kann ich nicht sagen." A: "Na dann komm doch einfach vorbei." B: "Wird das dann nicht zuviel?" A: "Das sieht man doch dann, oder?" B: "Ja, vielleicht, aber..." Im Kopfkino laufen ab einem bestimmten Alter immer nur noch Wiederholungen. Aber irgendwie werden einem die trotzdem nicht langweilig. Man kennt die Streifen in- und auswendig und doch fesseln sie einen immer wieder aufs Neue. Man versinkt in ihnen und ist vollkommen gebannt, rätselt herum, wie es denn weitergehen wird. Wie das Ende aussehen könnte. Man bewertet die auftretenden Charaktere, wägt ab, verhält sich zu ihnen. Fängt an sie zu mögen und verliert irgendwann jegliche, objektive Distanz. Stellt fest, dass man sie nicht nicht mögen kann und sich gegen ihren Charme zu wehren sehr, sehr schwer fällt. Man fängt an sie zu kennen, sich zu kennen. Tausendstelfragen empfindet man als des Pudels Kern. Jede hat das Potential, durch ihre Beantwortung eine allumfassende Lösung zu liefern. Keine wird beantwortet. Und dann steht man auf und geht los. So wie immer...

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