23.06.2009 20:31:59

Da ist grad dieses Mädel im Radio.

Sie wohne seit drei Jahren in Canada, erzählt sie, eigentlich Türkin, aber eigentlich doch nicht, weil sie die deutsche Kultur viel besser kenne, als die türkische, auf die sie jedoch oft angesprochen worden sei, als sie noch in Deutschland war und was sie oft genervt habe, weil sie sich immer habe erklären und rechtfertigen müssen, hier in Deutschland. 80 Prozent der Menschen, die in Toronto leben, seien nicht dort geboren, weswegen auch sie da nichts Besonderes sei, eben normal unter den anderen. Es sei auch nicht alles super, in Toronto, besonders abends sei es schlimm, mit dem alleinfühlen, auch, dass ihre Mutter vor vier Jahren im Alter von 52 Jahren gestorben sei, erzählt sie.
Und dann weiter, dass sie - ihre Mutter - sich nie richtig in Deutschland eingelebt hätte, immer einen Koffer in der Türkei gehabt habe, immer mit dem Herzen dort gewesen sei. Und noch weiter, dass sie auf einer Türkeireise einen Schlaganfall bekommen habe, mit 52. In ihrer Familie sei das häufig und ich frage mich, ob sie vielleicht da bleiben wollte, ihre Mutter, zuhause, während ihre Tochter so klingt, als sei ganz zufrieden, woanders...

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