13.06.2009 10:44:07

Erschreckend

an dieser Geschichte, finde ich nicht so sehr, die generellen Bewertungsunterschiede zwischen Homöopathie und Schulmedizin. Diese müssen, finde ich, differenzierter betrachtet werden. Erschreckt hat mich der Satz des Vaters: "Schulmedizin wird sie nicht heilen und das ist es, woran ich stark glaube.”
"...woran ich stark glaube.” Um mit Hagen Rether zu sprechen: "Hallo? Geht´s noch?" Es ist ihm lieber, an seinem Glauben festzuhalten, als zu Versuchen sein Kind zu retten?! Nicht, dass ich besoners auf das Kindchenschema anspringen würde, vermutlich wäre ich über den Satz auch in Bezug auf einen Erwachsenen angesprungen. Einer solchen Einstellung (ich weiß nicht, ob das etwas mit Glaube zu tun hat) wohnt eine so abgrundtiefe Menschenverachtung inne, dass sie mit nichts zu entschuldigen ist. Vermutlich sind es Äußerungen wie diese, die es nicht zulassen, dass sich Glaube und Empirie annähern.

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