18.05.2009 22:45:38

Melt 2008

Interneturlaub vorbei!

Eigentlich war nicht so viel los ;-)) Ich wollte mich nun, da unser Internet wieder frisch und gut erholt aus dem Urlaub zurück ist, der Nachbetrachtung des diesjährigen Melt-Festivals widmen, aber nachdem ich annähernd zwei Stunden durch diverse drupal-Foren und Hilfeseiten geblättert bin, muss ich feststellen, dass es anscheinend für die 6.x Version nach wie vor kein einfach zu realisierendes, galleriefähiges Bilderverwaltungsmodul gibt - Schade. Also wieder von Hand. Freitag war deutlich vielfältigste Tag. Zumindest was meinen Geschmack anging. Nachdem die Fotos vor einer sehr überschaubaren Menge an Zuhörern und einem dennoch engagierten und gut gelaunten Auftritt das Festival auf der Hauptbühne eröffneten, musste man spätestens zwei Bands später bei den Blood Red Shoes, deutlich von Publikum zu sprechen. Und zu recht denn die beiden, die am 10.11.2008 im Beatpol in Dresden spielen, haben mächtig Stimmung und Spaß verbreitet.
Klee fand ich ein bischen enttäuschend, wiel die Musik auf der Gemini Stage irgend wie nicht so druckvolll war. Jedoch hatte ihr Konzert den netten Nebeneffekt, dass ich vollkommen unbeschadet, wiel überdacht, durch das freitägliche Gewitter kam. Als die Editors gegen 1:00 h dann auf der Hauptbühne ein sehr hörenswertes Konzert gespielt haben, war das Unwetter wieder verzogen, hatte jedoch im Abzug die graniose Kulisse von Ferropolis gekonnt durch kunstvolle Blitzkaskaden zu bereichern gewusst.
Danach habe ich noch den Anfang von Robyn mitbekommen, war aber zu müde, um das ganze Konzert noch durchzuhalten, sodass ich auch von Gus Gus leider nichts mehr mitbekommen habe, die eigentlich auf meinem Plan standen. Samstag war erstmal Ausschlafen angesagt. Und nach dem mittäglichen Schauer, dem Organisieren eines neuen Gaskochers in Dessau (in Dessau roch es so, als würde die ganze Stadt Boilies kochen - widerlich!!), nachdem ich die Haltestellen und Abfahrtszeiten des Shuttlesbusses gefunden hatte und nachdem das Interview mit Live-Accoustik-Performance von Rummelsnuff in der Intro-Launch für einen entspannt-erheiterten Auftakt gesorgt hatte, sollte es eigentlich abends mit The Notwist weitergehen. Die Reaktionen auf das späktakuläre Gewitter des Vortags waren jedoch offensichtlich so überwältigend, dass sich das Gewitter erneut die Ehre gab. Wäre auch nicht schlimm gewesen, wenn The Notwist nicht auf der Hauptbühne hätten spielen sollen. Diese fiel jedoch ermangels einer angemessenen Überdachung kurzzetig ins Wasser, woraufhin ich mir zunächst Operator Please auf der Gemini-Stage angesehen habe.
Und auch wenn sich leichte Zweifel beim Hören einschlichen (Wieso klingt eine Geige, wenn die Geigerin gar nicht spielt? - es gab wohl technische Probleme zu beginn des Konzerts, Wieso sind die schon so verdammt professionell?), fand ich Alles in Allem dieses Konzert das beste, das kraftvollste und das frischeste. Leider hab ich dadurch The Notwist komplett verpasst, weil ihr Auftritt aufgrund der Verzögerungen auf der Hauptbühne auch nur eine knappe dreiviertel Stunde dauerte. Scheiße. Soll gut gewesen sein. Hingengen lieblos kam mir der Auftritt von Franz Ferdinad vor, den ich mir eine halbe Stunde lang angeschaut habe.
Geärgert habe ich mich im Nachhinein, dass ich zum nächtlichen und nach hinten verschobenen Konzert von Dillon im Melt-Klub nicht bis zum Ende geblieben bin, weil Sonntags im Interview die Rede davon war, es hätte später noch atari-teenage-riotische Züge angenommen. Am Sonntag stand dann natürlich Björk auf dem Programm, das Festivalgelände war schon zu einem Drittel eingepackt und nur noch die Haupt- und Geministage wurden bespielt. Da ansosnten nur auf der zweiten Bühne nur noch DJs auflegten, gab es wenig Anlass fürher aufs Festivalgelände zu gehen. Und das was ich mir vor Björk mit einem Ohr angehört habe, fand ich auch nicht weiter erwähnenswert. Und dann kam es wie es kommen musste. Trotz einer erneut drohenden Gewitterfrondkulisse, blieb der Sturzregen aus und ebenso das Gewitter auf der Bühne. Björk fing, nachdem bereits in der Umbaupause sanfte japanische Schlager das Publikum einzuschläfern versuchenten, mit sehr getragenen Stücken, ausgedehnten Blechbläserflächen und ähnlichen am, was mich nach einer halben Stunde dazu veranlasste, mich mehr dem Fotografieren, denn dem Zuhören zu widmen, bzw. was die Musik als Begleiterscheinung meiner Anwesenheit in dieser grandiosen Fotokulisse nicht störend erscheinen ließ. Nachträglich fand ich das für Björk zu wenig und finde, dass sie als Abschluss des Festivals nicht wirklich gepasst hat. zweieinhalt Tage Spass und Stimmung und dann zum Abschluss Klassik? Naja. Insgesamt fand ich Melt schon wegen der Kulisse erlebenswert und beeindruckend, was sich leider nur teilweise in den Bildern wiederspiegelt. Aber da es die ersten Versuche dieser Art bei solchen Bedingungen waren, find ich die Ausbeute ganz o.k. Ach ja und ein paar schöne Konzerte waren auch dabei.

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