27.04.2009 15:13:18

Jeder fünfte Internetuser

ist laut Aussage unserer Bundesfamilienministerin versiert (und interessiert) genug die beschlossenen Kinderporno-Urheberrechtsverletzer-Gewalt-Glücksspiel-(was ist eigentlich aus den guten alten Bombenbauanleitungen geworden)-Filtern zu umgehen. Für alle anderen sei hier nochmal auf die Videoanleitung dazu verwiesen, auch ihr werdet wissen müssen, wie sowas geht. Daneben ist das Interview mit ihr auf Radio eins, ein sehr schönes Beispiel dafür, wie man durch das bloße, gleichmäßige Streuen von angstproduzierenden Wörtern jedweder inhaltlicher Kritik den Boden unter den Füßen wegziehen kann. Wer da noch nach verlässlichen Quellen fragt, na der wird das doch nicht ohne Grund tun. Interessant ist auch an welchen Stellen sie mit (vermeintlich) verlässlichen Zahlen aufwartet und wo ein lapidares "wir lesen ja auch immer wieder, wenn solche Ringe gesprengt werden" als Argument reicht. Wieso betrauen (und bezahlen) wir eigentlich immer noch (Fach-)Leute, die ganz offensichtlich vom Fach (ich meine hier nicht mal dieses Internetzeugs, aber Kausalität, sollte eine Grundlage politischen Handelns sein) keine Ahnung haben. Ich glaub, ich geh jetzt mal zum Fahrradladen und lass mir die Haare schneiden oder besser zum Bäcker?

Diskussion

Geben Sie Ihren Kommentar ein: