19.03.2009 18:08:05

Persönlich empfundene Missstände,

sind immer eine subjektive Sache. Deshalb wirken gern gebrauchte Relativierungssprüche á la "ich war so lange traurig darüber, dass ich keine Schuhe habe, bis ich jemanden traf, der keine Füße hat", "andere Mütter/Väter haben auch schöne Söhne/Töchter" oder "trink/iss was da ist, anderswo verdursten/verhungern die Leute" nicht nur nicht stimmungsverbessernd, sondern müssen in den allermeisten Fällen (man muss schon ein gehöriges Maß an gutem Willem des Sprechenden unterstellen) als Verhöhnung empfunden werden. Als Verhöhung beider am Vergleich beteiligter Parteien, weil es schändlich wäre sich besser zu fühlen, nur weil es jemand anderem schlechter geht und weil es für die, denen es schlechter geht ein (weiterer) Fußtritt ist. Leid lässt sich nicht vergleichen, niemals...

Diskussion

Geben Sie Ihren Kommentar ein: