Religion

rundumschlagender Gedankenschleim ohne Konsistenz

Vielleicht ist es nur eine, seit Monaten anhaltende Arbeitsrhythmusstörung oder die mehrwöchige, auslaugende Urlaubsvertretung, die zu meiner aktuellen Müdigkeit führen. Eine sprachlose Müdigkeit. Eine stumme Müdigkeit. Eine gedankenleere Müdigkeit.

Es gäbe eine Mengemenge über das es zu denken oder zu dem es sich auszudrücken lohnen würde, aber da kommt nichts. Wie ein zäher, unförmiger Klumpen kleben meine Überlegungen zusammen, sammeln sich auf einem Plateau in der Nähe des Stammhirns. Chillen. Grillen. Hängen ab.

Ab und an ist eine sich bereits wieder auflösende Rauchschwade zu sehen. Vielleicht zu viel Brennspiritus? Oder zu viel Öl in der Sauce der selbsteingelegten Steaks, die ja viel lieber Schwenker wären und über trockenem Buchenholz dahin schwenken würden anstatt in den überdosierten Aromen von Brandbeschleuniger zu räuchern. Aber so ist das halt. Das Ideal scheint in weiter ferne.

Die Beschneidung des Geduldsfadens.

Leute, Leute, Leute. Ich finde das langsam nicht mehr spaßig oder 'vertretbar' oder 'tolerierbar'. Ich bemerke mehr und mehr, dass ich eine unglaubliche Wut auf alles bekomme, was irgendwie versucht sich aus einer Religiösität heraus zu argumentieren. Egal um was es geht. Ich komme immer zu dem Schluss: Das ist kein Argument. Dabei ist dieser Beschneidungsdebattenartikel nur ein (relativ harmloses) Beispiel, aber vielleicht auch gerade deshalb so absurd.

Die Welt ist keine Modelleisenbahn.

Ich bitte euch, liebe Verantwortliche im leinen und großen Kontext, hört endlich auf so zu tun, als ob ihr die Welt im Griff hättet. Hört auf so zu tun, als könntet ihr Schlimmes verhindern. Hört auf so zu tun, als wüsstet ihr mehr über das Chaos da draußen, als jeder andere.

Bitte lieber Barack Obama, hör auf so zu tun, als sein ein Hurrican ein Krieg den man gewinnen müsste oder auch nur könnte. Ein Hurrican ist Strum mit viel Wind und viel Wasser, da gehen Dinge kaputt und es wird nass, vielleicht auch sehr nass. Aber er ist kein Gegner und kein Feind. Er ist Ergebnis der Entwicklung dieses Planeten und gestaltet sie teilweise mit. Er hat keine Seele und verfolgt keine Absicht. Er ist nicht böse, auch wenn er viel Übles anrichten kann.

Wir leben NOCH nicht mehr im Mittelalter. (Aus Religion und Gesellschaft)

Da auf dieser dämlichen dradio-Seite natürlich kein Eintrag zur eben gelaufenen Sendung "Studiozeit - aus Religion und Gesellschaft - Glocken contra Muezzin" zu finden ist, kann ich auch nicht darauf verweisen. Jedenfalls lief eben besagte Sendung (und man könnte sich natürlich fragen, warum die Redaktion oder die (christiliche) Kirche oder wer immer für die Sendung verantwortlich ist kein Interesse daran hat, dass man die Sendung verlinken kann, denn Links sind ja ebenso wie Religionen eine Weltanschauung) und das Thema der Sendung war, muslimische Gotteshäuser vs. christiliche bzw. wo Religionsfreiheit aufhört und anfängt und wie laut und oft ein Muezzin innerhalb einer "über Jahrunderte christliche geprägten" (so hat es wohl das Bundesverfassungsgericht mal formuliert) Wohnsiedlung zum Gebet rufen darf. während Kirchenglocken munter vor sich hin flöten dürfen.

"The Bible Guarantees It" ... Düm.Di.Dümm...



Na, wo ist der Fehler versteckt?

Er- und Auflösung sowie -klärung gibt´s dann hier und hier. Aber erstmal selbst nachdenken, gell. Sonst wirkt´s nicht!

Ach ja, ob man die Bibel(TM) da jetzt irgendwie regressmäßig in Anspruch nehmen kann, weiß ich leider auch nicht. Wohl aber, dass durch solchen Unfug wirkliche Schäden provoziert werden.

Internet geht so:

Auf der Suche nach einem lohnenswerten Film, stoße ich bei Alternatovlos.org, der Verschwörungstheoriennetzbeschallung mit Frank und Fefe in der Folge 9 auf "Network" und will mir den bekanntesten Ausschnitt daraus auf Youtube anschaun, (mehr ist nicht möglich, da alle weiteren Samples gegeofucked sind), wo mir von selbigem, Youtube nämlich, vorgeschlagen wird mir doch das Video "Why Homosexuality Should Be Banned" zu Gemüte zu führen, in dem ein smarter, junger Mann, pubertierender Nichtsnutz, ein Typ in unzusammenhängend wechselnden und schlecht eingeleuchteten Szenen unter anderem darüber aufklärt, dass es in Amerika nur eine Religion gibt, während

Soll ich oder soll ich nicht?

Gut, mit der Frage ist ein Anfang gemacht. Aber trotzdem weiß ich es im Grunde wirklich nicht. Ich meine, ich weiß wirklich nicht, ob es schlimm ist, Leuten ihren Glauben (mir meinen und den anderen(TM) eben ihren zu lassen. Ja, ich fange den text auch an zu schreiben ohne, dass ich mir die Gegenseit wirklich angeschaut habe. Ich will das noch tun, aber ich habe jetzt schon einen Meinung, eine ziemlich feste und ich glaube nicht, dass diese sich ändern wird, egal was ich dazu höre oder lese. Und das mach mich ... angreifbar. 

Succubus

Ach ja und da es für den November 2010 kein Monster des Monats gab, hier quasi ein Monster-Spezial.


Jim Pavelec

Ich habe ihn bzw. sie bereits seit ein paar Wochen im Kopf. Ach Mist, das war der wohl blödeste Anfangssatz, den ich hätte schreiben können. Egal.

Überlasst das Denken den Pferden, denn die haben die größeren Köpfe.

Liebe Politik,

war es wirklich zuviel verlangt mich, einmal in dieser Woche, einmal im Monat oder im Jahr, nur einmal im Jahrzehnt zu überraschen. Ich meine wirklich überraschen. Nicht nur so ein angedeutetes "wir tun jetzt mal so, als wär´s Demokratie" oder "frei" oder "geheim".

Wenn jetzt noch einer kommt und irgendwas davon faselt, dass mit den Linken kein Staat zu machen sei, ja wieso soll ich dem nicht auf die Schulter klopfen und lächeln? Wenn nochmal wer kommt und faselt, dass die neuen Medien (und immer ist das Netz gemeint), endlich in der gesellschaftlichen Realität mit einer wirklichen Gestaltungsfunktion angekommen sind, wieso sollte ich dem nicht auf die Schulter klopfen und lächeln? Wenn mich jemand fragt (und ich werde bezahlt dafür, gefragt zu werden), warum denn eher jemand Staatsoberhaupt wird, der glaubt, als jemand der versucht Dingen auf den Grund zu gehen, wieso soll ich dem nicht einfach auf die Schulter klopfen und lächeln.

Gebt dem Affen Zucker!

Horoskop-Glückszucker am besten! Von ...zucker am besten.

Es fällt mir schwer einen Anfang zu finden, denn ich weiß nicht, ob ich mich über diese Verpackung (dieses verpackungs-kunst-spiritualistisches Design-Message-Gesamtmachwerk) maßlos aufregen, sie maßlos kritisieren soll oder maßlos darüber lachen sollhohohooo....



So, erstmal gelacht. Puh. Ok. Da wären bspw. diese wunderhübsch in Szene gesetzten "Sternbilder". Naja zumindest sind drei davon wunderhübsch in Szene gesetzt. Herz, Raute (die in der Perspektive auch eher zu einem Rechteck/Quader wird) und dieses mutierte Herz (wie kreativ, ein Herz mit ... äh, noch einem Knubbel) haben fndige Sternenkundler tatsächlich als dreidimensionale Himmelszeichnungen entdeckt, nur dieses vermaledeite Kleeblatt, das wollte sich einfach nicht räumlich finden lassen am Himmel. Oder sehen wir es etwa glücklicherweise genau von vorne? Oder war der Grafiker nicht in der Lage, dieses komplexere Gebilde perspektivisch abzubilden?


Die zehn Gebote sind fürn Arsch!

Ich bestreite hiermit, dass die zehn Gebote die unbestrittene Grundlage unserer Kultur sind. Und schon sind sie es nicht mehr.

Daneben gibt´s beim Feuerbringer auch noch ein, zwei plausible Gründe an der gesellschftsgrundlageschaffenden Wirkung der zehn Gebote zu zweifeln.
via holgi

Es wird zwar demnächst hier nochmal verlinkt werden ,

aber weil ich es so gut finde: "Zwar wird Gott weiterhin als gütig behauptet, aber seine Güte ist nun nicht mehr auf menschliche Weise zu begreifen. Ist jedoch Gottes Güte nicht die unsere, so wissen wir nicht, ob Gott gut oder schlecht ist, ob religiöse Menschen das vollkommenste Wesen oder den Satan verehren." und "Ein Wesen zu verehren und den eigenen Willen aufzugeben, um sich >dem Willen dieses Wesens zu überantworten<, das wir nicht als gut erkennen und daher auch böse sein könnte, bedeutet in moralisch unverantwortlicher Weise zu handeln; es heißt, unsere Autonomie für etwas aufzugeben, von dem wir wissen, dass es zu unmoralischen Handlungen fähig sein könnte.", Gerhard Streminger Plausibler geht es nicht mehr, glaub´ (hehe) ich.