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Es ist mal wieder soweit. Der letzte Tag des Monats und mir fällt auf, dass ich das "Monster des Monats" schon wieder bis zum Schluss vor mir hergeschoben habe. Aber Vertrag ist Vertrag und auch der letzte Tag des Monats zählt. Flauschig und kitschig und apokalyptisch - aber vor allem flauschig.
Kurz vor Schluss dann nochmal ein neues Monster des Monats. Heute ein wenig mehr ... Stilistik, Technik, Ästhetik und Anmut. Cheung Chung Tat heißt der Autor dieses Kunstwerks bei Deviantart und scheinbar auch sonst so. Leider ist mein Chinesisch ein wenig eingerostet, sodass ich nicht wirklich mehr über Tat herausfinden konnte. Dennoch geben sowohl die Deviantart-Seite als auch das bei Facebook verlinkte blogspot-Blog einen Eindruck seiner (gestalterischen) Hauptinteressen. Dinos! Was ja schonmal ein guter Anfang ist :)

Wegen Gründen wird´s heute nur kurz. Chris Waller (aka Wallasaurus) hat in den letzten Wochen sehr viele Konzepte von Kreaturen, Monstern und ... Tieren wie dem da oben bei Creaturespot.com veröffentlicht. Und dieser putzige, kleine Gnilch hier, der passt gerade sehr gut zu meiner Stimmung - irgendwie.
Ansonsten finden sich alle Viecher die mir im Januar unter gekommen sind, wie immer im wiki zur Seite. In der Hoffnung auf mehr Muse im März, bleibt diesmal nur der Verweis auf´s weitere Bilder anschaun.

So, dann schaun wir mal. Was war denn im Dezember... Ach ja, für den Dezember wollte ich mir ja mal was Klassisches nehmen. Ein Horn.

Letzten Monat ist es verloren gegangen, aber jetzt ist wieder eins aufgetaucht. Im wahrsten Sinne des Wortes "aufgetaucht". Ein Klassiker des Monstergenres: Ein Sandwurm.
Maury Ruiz hat diese gelungene Variante einer sehr beliebten Monsterspezies entworfen und in Szene gesetzt und dankenswerter Weise auf CreatureSpot.com veröffentlicht. Dort gibt es auch noch weitere Arbeiten von ihm, die alle durch ein ähnlich hohes Maß an Detailiertheit und Dyamik überzeugen.

Heute wird´s kindisch. Wie würden Monster aus Kinderzeichnungen aussehen, wenn sie realistischer und "erwachsener" gemalt würden? Dieser Frage widmet sich Dave Devries in seinem Projekt TheMonsterEngine. Dave Devries illustriert ansonsten Comics für Marvel und andere Verlage und kam eines Tages beim Betrachten der Kritzeleien seiner Nichte auf die Idee, seine technischen Umsetzungen auf diese "Doodles" anzuwenden.

Nicht, dass ich im August nicht auch das ein oder andere Bild interessanter Kreaturen gefunden hätte, aber zum Einen hat mich keine davon so wirklich umgehauen und zum Anderen ist das Kerlchen da oben mein aktueller Bildschirmhintergund seit er mir im Juli über den Weg gelaufen ist und das gebührt ohnehin einer besonderen Beachtung. Deshalb also heute ein Monster, das eigentlich schon aus dem Juli ist.
Der lebendige Hügel war ebenfalls ein Beitrag zum "The Rift Colossus Contest". Diesmal von Deviant-Art-User chase-sc2, von dem man weitere Werke auch auf Tumblr bestaunen kann. Aber zurück zum Berg-Hexapod.

Auch im Juli kommt etwas sehr Großes. Und es entstammt ebenfalls dem DeviantArt "The Rift" Colossus Contest, erdacht und gemalt von Raveneau Pierre.
Ich weiß nicht, was mich an diesem prächtigen Exemplar mehr fasziniert, das Satte der Farben, die alle ihre Eigenständigkeit haben und doch so gut zusammenpassen, dass man den Eindruck bekommt, eine Fotografie einer zwar außergewöhnlichen und beeindruckenden, aber dennoch "echten" Szene zu sehen oder der, ebenfalls einen absurd-realen Kontrast bildende, Widerspruch des Wesens, wie es so da steht mit einem Indoskelett aus massivem, purem Gold über das sich eine sehnige, blaue, gut zähgekaute Kaugimmi-Haut spannt.
Ach komm, is ja auch egal. Ja, das letzte ist erst kurz her, aber es ist halt auch schon Juli und wer weiß, wann ich sonst dazu komme. Immerhin steht ja auch noch Urlaub an :D. Außerdem hab ich grad so ein paar Dinge zusammen im Kopf und die andere Scheiße kann ich mich auch wann anders aufregen. Also los:
Im Juni blieb mir ganz besonders dieses Bild da von C.B. Sorge in Erinnerung. Eigentlich war mir schon beim ersten Anschauen des, im Rahmen eins DeviantArt-Wettbewerbs entstandenen Bildes klar, dass ich das diesmal nehmen würde, nur wusste ich nicht so ganz warum.

So: Neuer Monat, neues Monster. Naja - der Monat ist ja schon ein wenig älter und unser Freund hier sieht jetzt auch nicht mehr so taufrisch aus. Immerhin hat ihn sein Schöpfer Bryan Wynia als "lebendig" bezeichnet und die Gerätschaften an Kopf, Hals und wer weiß wo noch, assoziiert man doch recht schnell mit Frankenstein oder Herman Munster.
Eigentlich mag ich ja diese humanoid Monster nicht wirklich. Sie sind klein, sie sehen eher weinerlich aus und ihre Agression erwächst zumeist aus emotional-ethischen Wurzeln. Sie haben eine Geschichte und man kann sie und ihr Schicksal verstehen und nachempfinden. Warum also diesmal dieser verkorkste Hulk?

Auch wenn das Sammeln gerade etwas schleift, im Fundus gibt´s ja noch n bissl was.
Zum Beispiel dieses possierliche Exemplar hier, dass sich wohl im Rahmen eines Wettbewerbs im Forum der Designer-Community CGHub.com entwickelt hat. Dort kann man auch einiges über die Biologie des Tieres erfahren, die sich im wesentlichen an der der irdischen Großwale orientiert.

Vermutlich hätte ich das schon im März bringen sollen, denn die Idee hat irgendwie verhindert, dass ich ein Monsterbild für Februar 2011 rausgesucht habe, obwohl da ein, zwei coole dabei waren. So ist das manchmal. Jedenfalls gibt es für den März 2011 nur eine wirkliche Alternative, wenn man ein Monster des Monats benennen will: GODZILLA.
Godzilla ist wieder da. Er kam aus dem Meer, wie immer und er hat Japan heimgesucht, wie immer. (Die US-Variante von 1998 ist in der japanischen Godzilla-Linie nicht einzuordnen.) Und das ist ernstgemeint.

Dieses possierliche Geschöpf habe ich in einer Quasiwerkschau serbischer Geschöpfschöpfer gefunden. Diesernach entstammt es der Feder, den Filzbuntstiften oder dem Grafiktablett von Vanja Todoric, der (oder die?) explizit darauf hinweist, dass die Unvollkommenheit der krea(tura)tiven Wesenheit gewollt ist, sei sie doch nur in Ergänzung durch weitere, textliche Beschreibung komplett zu erfassen und einzuordnen.
Leider ist mein Serbisch ein wenig eingerostet, daher haben ich das Nachrecherchieren gleich gelassen und ergieße mich lieber in wilde, fragende Spekulation:
Ein Geist? Ein Dämon? Kommt er aus dem Haus ode zeiht er ein? Eine Fatamorgana in abstrahierten Rauch? Irgendwie erinnert es mich ein Ghost-Busters-Monster (ach ja, das Grüne) oder an japanische Manga-Monster.
Dieses Mal wird´s undeutlich, unscharf und absolut spekulativ. Na, wo ist das Monster? Na, was ist das Monster? Na, was macht das Monster? Na, ... was sind das für komische Dinger in seinem Maul??? Eine mögliche Antwort: Die Riesenschnecke holt tief Luft, um das brenneden Haus der armen Familie auszupusten, die versehentlich (und pädagogisch basolut verwerflich) mit ihren Kindern lustige okulte Spiele gespielt, dabei zuerst die Katze dann das Haus angezündet und zu guter letzt eine gigantische, intergalaktisch operierende Feuerwehrschnecke herbeigerufen, die sich gerade daran macht wenigstens einen Teil des Chaoses zu behebn. Hätte zumindest ein Happy-End. Eine andere: Eine gigantische, intergalaktische Riesenschnecke (mit lustigen, an Kinderschlüssel erinnernden Zähnen) schickt sich an das Einfamilienhaus einer unbescholtenen Familien mittels eines von ihr magisch erzeugten Flammensturms in Schutt und Asche zu legen, einfach - weil sie´s kann.

Hauptsächlich, weil es so schön detailiert ist, weil es so schön organisch ist, weil es so aussieht als sei es etwas, das vielleicht wirklich aus versehen, nebenbei mal hätte passieren können hab ich für den Oktober diese Kreatur rausgesucht. Sie hat ein wenig was von Dalí, aber eigentlich zu wenig (allein schon, weil es nur so und ohne Landschaft da steht), um wirklich damit assoziiert zu werden.
Allison Theus hat auch noch ein paar andere, interessante Monster veröffentlicht und auch der Besuch seiner Seite sollte Menschen mit dem entsprechenden Geschmack für sowas nicht ungelegen kommen.
Im September war´s schwer sich zu entscheiden. Daher erlaube ich mir einfach diesmal zwei Bilder hier zu zeigen. Und um die Ungleichbehandlung der Reihenfolge möglichst klein zu halten hier gleich das nächste.
Da unten ist ja noch der Breugel zu sehn. Und da ich im August sonst keines der Bilder so wahnsinnig spektakulär finde, hab ich mich diesmal für das hier entschieden, weil es mich irgendwie an alte Gemälde und klassische Malerei erinnert. Christopher Johnston - der sich auf blogger robot nennt - hat es gemalt.

O.k. verkackt! Der August ist längst vorbei und ich hab kein neues gebracht... hmmm. Ehrlich, ich glaub es kräht kein Hahn danach. (Zumindest gibt es wenig was mir gegen diese Autosuggestion redet). Und daher:
Tada! Ein neues Monster des Monats. DeviantArt-user homarusrex hat eine ziemlich eigenständige, ästhetische Sprache, was das Umsetzen seiner Monster angeht. Klar gibt es Anlehungen an diverse, japanische Anime-Filme und Serien und die darin auftauchenden Kreaturen und seine Bilder sind schon auch von diesem Stil geprägt. Dennoch ist die Komposition und die verwendeten Elemente irgendwie sehr schön asynchron harmonisch.
Ja, ich bin ne knappe Stunde drüber, aber - sei´s drum. Ich hab im Juni nicht so wahsinnig viele neue Monsterquellen gefunden, die mich auch beindruckt haben, aber dieses hier, das hat schon was. Nein, eigentlich hat es ziemlich genau alles.
Das Bild wirft mehr Fragen auf, als es Antworten gibt und dennoch ist der geschulte Monsterfreund sofort im Bilde. Was ist das für ein Vieh? Sechs Beine? Zu groß für ein Insektoid? Wieso kann man durch das Maul schauen? Wenn ein so großes Vieh Panzer und Stacheln hat, vor welchem noch größeren Wesen muss es sich dann schützen?
Alles berechtigte Gedanken, aber eigentlich ist die Sachlage klipp und klar. Da ist ein unfassbar großes Ding vor dir und brüllt dich bedingungslos an. Und das Einzige, an das du wirklich denken solltest ist, wie du da lebend rauskommst. Zunächst aus dieser direkten Konrontation und längerfristig wie du es fertig machen kannst.
ab gehter!