Maschinen

Nur so ein Gedanke. Zur Netzzensur, Twitter und der informationellen Dritten Welt.

Was ist eigentlich, wenn das worst-case-Szenario, dass uns Meinungs- und Kommunikationsgegner antun können, nicht der Entzug sondern eine Maximierung der Unkomfortabilität des Internet ist? Beim Durchhören von CRE (fka Chaosradio Express) Telecomix - in dem es unter anderem um Revolutionen mittels Sozialer Netzwerke und die Verfügbarmachung von Internet, wenn deine Regierung es abgestellt hat ging - wurde die Rolle von Twitter & Co im Rahmen der Aufbegehren in der "arabischen Welt" angesprochen. Dabei gab es wohl unterschiedliche, staatliche Einshränkungen der Kommunikationsmöglichkeiten.

Wut und so

wut

Ich kann mich ja hin und wieder fortrefflich aufregen. Über dies und das im Allgemeinen und über Disfunktionalität im Besonderen. Steigern lässt sich das nur noch durch das spontane Eintreten von Disfunktionlität von gewohnt Funktionierenem gekoppelt mit akuter Zeitnot. Oder anders: ES GING NICHTS. VERF*'#&%§$"TE SCHEISSE!!!!!

So geschenen am letzen Freitag, dem Tag vor Heilig Abend. Ohnehin alles kurz vor knapp, Gedränge, Unfertiges, temporäre Kompromisse und bereits Verschobenes aufs nächste Jahr im Gedächtnis. Natürlich ist das immer nur ein subjektiver, verfälschter Eindruck, dass Dinge, von denen man gewohnt ist, dass sie funktionieren und Abläufe die man bereits mehrere hundert mal so vollzogen hat und die auch zu dem gewünschten Ergebnis führten, plötzlich und unerwartet und besonders häufig in brenzligen und zeitdrückenden Momenten ihren Dienst versagen. Da stürtz ein Programm ab, da klappt eine Verbindung nicht oder das Format der URLs haut irgendwie nicht hin. All sowas.

Filtern und Blasen

goldener reiter

Hier liegt ein Zettel auf dem steht "Filter". Damit ich das nicht vergesse, weil ich was über Filter schreiben wollte. Nicht über das Zeug, was in Abzughauben so widerlich wird, auch nichts mit Rauchen und auch über diese unsägliche Methode Kaffee zuzzubereiten möchte ich hier nichts weiter verlieren. Filter, die uns den Zugang zur Welt ermöglichen, dass soll das Tema sein.

In den letzten Wochen tauchte immer wieder der Begriff der "Filter-Bubble" auf, den wohl Sascha Lobo geprägt hat, um zunächst ein Prinzip der (heutigen) Mediennutzung zu beschreiben. Kurz gesagt meint "Filter-Bubble" eine imaginäre Blase in der man sich "bewegt", deren hauchdünne Ränder sich dadurch auszeichnen, dass sie - ähnlich wie die Haut einer Seifenblase die Welt drum herum - die Innenwelt widerspiegeln, sodass man immer nur mit dem konfrontiert wird, was man sowieso schon kennt.

Rocket Sience und gesellschaftliche Chancen

Bei Fefe gab´s in den letzten Tagen gleich zwei Meldungen, die bei mir die Frage aufwarfen, was eigentlich technisch wirklich möglich wäre in Bezug auf Weltverbesserung/-rettung, wenn sich mehr Leute auf solche Projekte konzentrieren würden/könnten.

Songbird Portable Update, kleiner Hack um Dateien zu löschen und ein paar Gedanken zum Konzept der tragbaren Sofware

Songbird Portable, der kleine, feine ziemlich komplexe Piepmatz, ist seit kurzem in Version 1.9.3 verfügbar. Beim Updaten fiel mir zum einen auf, dass diese Prozedur annhähernd so lange dauert wie die Installation des Betriebssystems deines geringsten Misstrauens. Es ist nach wie vor so, dass man bspw. zunächst über die Inkompatibilität einiger Add-Ons informiert wird (manuell das Prüfen von Updates geklickt), danach wird über die Verfügbarkeit einiger Aktualisierungen informiert (ja, Verfügbares auffrischen geklickt), anschließend wird die Ordnungsgemäße Installation bescheinigt (und auch hier wird von mir erwartet, dass ich diese Information klickend zur Kenntnis nehme).

Dies alles nachdem eine Datenbankanpassung von 1.8 auf 1.9 bereits ca. 20 Minuten gedauert hat (etwa 20.000 Songs in der Mediathek). Nur um dann anschließend bei Neustart eine ... Datenbankanpassung über wiederum etwa 20 Minuten durchzuführen.

Autorennspiele



find ich doof. Entweder ist die Grafik mies (wenn man mal langsam fährt) oder die Physik- und Schadensmodelle haben so wenig mit der Echtwelt zu tun, wie Schweinedung mit Haute Cuisine.

Aber das da oben ist irgendwie anders. Es ist viel, viel mehr in der Realität angesiedelt. Es ist ... echt. Fehlt nur noch, dass die Sachen sich wirklich verschieben wenn man dagegenfährt. Aber ich bin mir sicher, dass auch dass nur eine Frage der Zeit sein wird. Bis dahin kann man sich selbige mit derlei augmented-reality-Spielereien vertreiben.

Wird wohl langsam Zeit, dass ich auch ein iPhone oder ähnliches Kleingerät bekomme, allein schon, weil man bei obigem Autorennspiel auch ballern kann. Was wird das erst, wenn man sich in seinem Lieblingsfilm mitspielend interaktiv auch gleich seine Lieblingswumme dazuklicken kann.

Lego-Design,

und das im wahrsten Sinne dieses Worte, zeigt Cole Blaq in seinem flick-Stream. Ich finde die so cool, dass ich hier einfach mal ein paar davon anhänge. Ganz überwiegend entwirft er dabei Sci-Fi-Kampfmaschinen, -roboter und -raumschiffe, aber in einer Qualität, dass mir die Ohren schlackern. Naja.

Jedenfalls hat er unter anderem auch Alakuneda, den Hexapod aus "Ghost in the Shell" nachgebaut.

Zukunft.







 Elektrischer Reporter – Fabbing: Ich drucke mir meine Welt


Eine der Schwachstellen meiner Annahme, dass sich zukünftug die territorial gebundenen Staats- und somit Gesellschaftsformen auflösen werden, war (und ist es auch noch), der Umstand, dass Kommunkationsgesellschaften zwar ortsunabhängig entstehen können, der Mensch aber dann doch immer noch "realweltliches" Feedback etwa in Form von Essen oder neuen Schuhen benötigt. Deshalb denke ich, dass nicht nur virtuelle Institutionen (Facebook, eBay, PayPal, Google) die bestehenden Formen der Nationenzugehörigkeit auf- und ablösen werden, sondern ebenfalls Konzerne und Kostrukte mit Bezug zur Echtwelt, wie etwa Postdienste oder Religionen.

Eva unit 01


und Du!

Ich weiß zwar nicht,

was ich dazu schreiben (und auch noch nicht, was genau ich davon halten) soll, aber ich hab den Eindruck, dass hier (Direktlink, MP3) sehr, sehr viel Wahres drinsteckt. Für vermutlich jeden und alles und egal, ob man was damit anfangen kann oder nicht. D-radio Breitband Interview zum Thema kollektive Intelligenz und die Sortierung des Chaos mit Peter Kruse. Und auch wenn ich auf seinen Wikipediaartikel verlinke, konsequenter nach dem Interview ist es, auf den Twitterfeed zu verweisen.

Es gibt Dinge

und Fähigkeiten, die sind sowas von unnötig, dass es absolut, verdammt nochmal schade wäre, wenn es sie nicht geben würde. Dieses "sprechende" Klavier ist so ein Ding. Man versteht es nicht mal richtig, aber man kann das aufrichtige Bemühen aus seinen Sprechversuchen heraushören. Fantastisch!

(via Kraftfuttermischwerk)
Ebenso würde ich die Fertigkeiten vom ppooler in diese Rubrik einsortieren. Es ist absolut unnütz, was er da veranstaltet, aber es ist total faszinierend.