
Leute, Leute, Leute. Ich finde das langsam nicht mehr spaßig oder 'vertretbar' oder 'tolerierbar'. Ich bemerke mehr und mehr, dass ich eine unglaubliche Wut auf alles bekomme, was irgendwie versucht sich aus einer Religiösität heraus zu argumentieren. Egal um was es geht. Ich komme immer zu dem Schluss: Das ist kein Argument. Dabei ist dieser Beschneidungsdebattenartikel nur ein (relativ harmloses) Beispiel, aber vielleicht auch gerade deshalb so absurd.

Ich bitte euch, liebe Verantwortliche im leinen und großen Kontext, hört endlich auf so zu tun, als ob ihr die Welt im Griff hättet. Hört auf so zu tun, als könntet ihr Schlimmes verhindern. Hört auf so zu tun, als wüsstet ihr mehr über das Chaos da draußen, als jeder andere.
Bitte lieber Barack Obama, hör auf so zu tun, als sein ein Hurrican ein Krieg den man gewinnen müsste oder auch nur könnte. Ein Hurrican ist Strum mit viel Wind und viel Wasser, da gehen Dinge kaputt und es wird nass, vielleicht auch sehr nass. Aber er ist kein Gegner und kein Feind. Er ist Ergebnis der Entwicklung dieses Planeten und gestaltet sie teilweise mit. Er hat keine Seele und verfolgt keine Absicht. Er ist nicht böse, auch wenn er viel Übles anrichten kann.

Da auf dieser dämlichen dradio-Seite natürlich kein Eintrag zur eben gelaufenen Sendung "Studiozeit - aus Religion und Gesellschaft - Glocken contra Muezzin" zu finden ist, kann ich auch nicht darauf verweisen. Jedenfalls lief eben besagte Sendung (und man könnte sich natürlich fragen, warum die Redaktion oder die (christiliche) Kirche oder wer immer für die Sendung verantwortlich ist kein Interesse daran hat, dass man die Sendung verlinken kann, denn Links sind ja ebenso wie Religionen eine Weltanschauung) und das Thema der Sendung war, muslimische Gotteshäuser vs. christiliche bzw. wo Religionsfreiheit aufhört und anfängt und wie laut und oft ein Muezzin innerhalb einer "über Jahrunderte christliche geprägten" (so hat es wohl das Bundesverfassungsgericht mal formuliert) Wohnsiedlung zum Gebet rufen darf. während Kirchenglocken munter vor sich hin flöten dürfen.

Auch wenn das Sammeln gerade etwas schleift, im Fundus gibt´s ja noch n bissl was.
Zum Beispiel dieses possierliche Exemplar hier, dass sich wohl im Rahmen eines Wettbewerbs im Forum der Designer-Community CGHub.com entwickelt hat. Dort kann man auch einiges über die Biologie des Tieres erfahren, die sich im wesentlichen an der der irdischen Großwale orientiert.

Na, wo ist der Fehler versteckt?
Er- und Auflösung sowie -klärung gibt´s dann hier und hier. Aber erstmal selbst nachdenken, gell. Sonst wirkt´s nicht!
Ach ja, ob man die Bibel(TM) da jetzt irgendwie regressmäßig in Anspruch nehmen kann, weiß ich leider auch nicht. Wohl aber, dass durch solchen Unfug wirkliche Schäden provoziert werden.
Ach ja und da es für den November 2010 kein Monster des Monats gab, hier quasi ein Monster-Spezial.
Jim Pavelec
Ich habe ihn bzw. sie bereits seit ein paar Wochen im Kopf. Ach Mist, das war der wohl blödeste Anfangssatz, den ich hätte schreiben können. Egal.
Und ich frage mich jedes Mal, wohin sie denn untergehen soll? Das Bild, das des Untergehens, kommt ja aus der Seefahrt. Wobei auch ein Reich untergehen kann, ein Stagediver kann untergehen und selbst ich und du, wir können (gesellschaftlich oder gar existenziell) untergehen. Immer das gleiche Sprachbild und immer ein horizontaler Bezug. Die Wasserliene, die Erdoberfläche, die Köpfe des Publikums oder die soziale, finanzielle, (welche auch immer) Hierarchie. Es gibt immer diese Bezugspunkte.
Daneben gibt´s beim Feuerbringer auch noch ein, zwei plausible Gründe an der gesellschftsgrundlageschaffenden Wirkung der zehn Gebote zu zweifeln.
via holgi
ist Auslagerung der Schuld. Also eine Erlösung, quasi.
hier ein paar unkommentierte Beiträge zum Thema Religiösität vs. Ungläubigkeit.
Maischberger - Aufstand der Ungläubigen (8 Teile)
Sternstunde Philosophie - Wiederauferstehung des Atheismus
aber weil ich es so gut finde: "Zwar wird Gott weiterhin als gütig behauptet, aber seine Güte ist nun nicht mehr auf menschliche Weise zu begreifen. Ist jedoch Gottes Güte nicht die unsere, so wissen wir nicht, ob Gott gut oder schlecht ist, ob religiöse Menschen das vollkommenste Wesen oder den Satan verehren." und "Ein Wesen zu verehren und den eigenen Willen aufzugeben, um sich >dem Willen dieses Wesens zu überantworten<, das wir nicht als gut erkennen und daher auch böse sein könnte, bedeutet in moralisch unverantwortlicher Weise zu handeln; es heißt, unsere Autonomie für etwas aufzugeben, von dem wir wissen, dass es zu unmoralischen Handlungen fähig sein könnte.", Gerhard Streminger Plausibler geht es nicht mehr, glaub´ (hehe) ich.
ab gehter!