Fucking eigene Entscheídung.

Ja, es ist die fucking eigene Entscheidung, an einem sonnigen Herbsttag voll bunter Blätter und blauem Oben raus zu gehen oder drin zu bleiben. Und es ist die fucking eigene Entscheidung, die Eindrücke nach einem erwartungsfrohen und doch ernüchternden Konzert in die Welt zu pusten oder sie für sich zu behalten. Es ist die fucking eigene Entscheidung, an der eigenen Norm, Impressionen nicht gleich, sondern bestenfalls nach einer Nacht schlaf zu bewerten oder eben diese Zeit eben nicht abzuwarten.

Es ist die fucking eigene Entscheidung, sich klar zu machen, dass es letztlich die fucking eigene Entscheidung ist, diese oder jene Variante zu wählen. Es ist die fucking eigene Entscheidung, aus Frust Texte, Lieder zu schreiben, Bilder zu malen, Joggen zu gehn, sich zu betrinken, rumzupöbeln, seine Wut zu Agression zu destillieren, anderen auf's Maul zu hauen, sich davor aufgrund der Betrunkenheit aus der Verantwortung zu stehlen, erbärmlich zu sein oder einfach den lieben Gott eine/n gute/n Mann/Frau sein lassen und sich zusammenzureißen.

Es ist die fucking eigene Entscheidung, sich mit Gleichberechtigung auseinaderzusetzten, nervtötende und leseflusshemmende Formulierungen und Wortgebilde zu benutzen, den Fokus eines Textes über die Form vom Inhalt weg zu einer Haltung zu lenken oder darauf scheißen.

Scheißen - scheißen ist keine fucking eigene Entscheidung. Genauso wenig wie Atmen, Essen, Schlafen oder Umarmt werden. Keine fucking eigenen Entscheidungen. Wir brauchen das[PUNKT]

Doch auch, wenn diese grundlegenden Bedürfnisse nicht ausreichend befriedigt werden/sind, kommen wir nicht drum herum, alle anderen Entscheidungen als fucking eigene anzusehen. Die Motivation sich mit Themen auseinander zu setzten sink mit leerem Magen oder ungeküsst. Aber dennoch ist es unsere Entscheidung, uns nicht damit zu beschäftigen. Drinnen zu hocken und trübsal zu blasen ist ok, aber zu wenig Schlaf dafür verantwortlich zu machen, wird erst nach einer wirklich langen Zeit ohne selbigen glaubhaft. Und an der Stelle kann man sich schlecht was vormachen.

Die Welt in ganz überwiegend fucking eigenen Entscheidungen zu sehen, ist großer Luxus. Und genauso ist es großer Stress. Beides entbindet jedoch nicht davon, fucking eigene Entscheidungen zu treffen.

So wahr...

So wahr...

Aber...

es ist manchmal gut wenn jemand da ist der einen von dummen fucking Entscheidungen abhält...ohne einen zu umarmen oder zu küssen.

Nicht nur dass...

es soll sogar Leute geben, die viel lieber und zu allererst etwas mit aphysischen Wesenheiten zu tun haben wollen, ganz ohne Körperlichkeit und ohne überhaupt einen richtigen Namen ebendieser zu kennen. Vielleicht zittern sie dann deshalb ab und an, so zum echtweltlichen Ausgleich. Aber ist ja letztlich auch eine FeE. Jeder wie er will.

Ach ja, bei "dumm" fällt mir immer die Mama von Forrest Gump ein und Heinrich Böll hatte da diesen schönen, wenn auch linguistisch tückischen Namensvorschlag.

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