Überlasst das Denken den Pferden, denn die haben die größeren Köpfe.

Liebe Politik,
war es wirklich zuviel verlangt mich, einmal in dieser Woche, einmal im Monat oder im Jahr, nur einmal im Jahrzehnt zu überraschen. Ich meine wirklich überraschen. Nicht nur so ein angedeutetes "wir tun jetzt mal so, als wär´s Demokratie" oder "frei" oder "geheim".
Wenn jetzt noch einer kommt und irgendwas davon faselt, dass mit den Linken kein Staat zu machen sei, ja wieso soll ich dem nicht auf die Schulter klopfen und lächeln? Wenn nochmal wer kommt und faselt, dass die neuen Medien (und immer ist das Netz gemeint), endlich in der gesellschaftlichen Realität mit einer wirklichen Gestaltungsfunktion angekommen sind, wieso sollte ich dem nicht auf die Schulter klopfen und lächeln? Wenn mich jemand fragt (und ich werde bezahlt dafür, gefragt zu werden), warum denn eher jemand Staatsoberhaupt wird, der glaubt, als jemand der versucht Dingen auf den Grund zu gehen, wieso soll ich dem nicht einfach auf die Schulter klopfen und lächeln.
Wenn ich das nächste mal versuche, die Dinge von morgen mit denen von heute zu synchronisieren, Wahrscheinlichkeiten und Chancen zu bewerten und daraus das Bestmögliche für heute zu entscheiden, warum sollte ich mir dann nicht auf die Schulter klopfen und lächeln.
Liebe Politik (oder für was auch immer du dich noch hälst), ich könnte das meiste hiervon mit Links belegen, aber irgendwie fehlt mir gerade die Muße, diese Mühe aufzubringen. Der Spruch in der Überschrift ist von meinem ehemaligen Mathelehrer, der vermutlich schon tot ist. Ich dachte eigentlich immer, dass es ironisch sei, aber ich glaube heute: Er hat es genau so gemeint.
Hast du dich schon mal gefragt, warum nach Präsidentenwahlen keine hupenden Autos durch die Straßen fahren? Ich weiß es. Ruf mich doch mal an, dann erzähl ich´s dir.
Hochachtungsvoll Rsigniert Kopfschüttelnd Wütend Lächelnd
vehtoh.de


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