Unter anderem Dinos

BIG BANG BIG BOOM - the new wall-painted animation by BLU from blu on Vimeo.

(via KFMW) und noch das ein oder andere Vieh wird hier mal eben so an die Wand (oder an das, was gerade so da ist) gemalt und "weiterentwickelt". Und ja, wenn ich am Meer wohnen würde, könnte ich sowas natürlich auch machen. Verdammt, was muss man nehmen um auf dieses Ideen zu kommen?

Ich hab das schon einmal gemacht.

Vor ein paar Jahren. Genauer: Vor über zehn. Einfach alles zusammengepackt, alle Zeichnungen, Kritzelleien, Textefragmente, viel Schulzeugs, Plüschtiere glaub ich auch, Ordner, Zeitschriften. Alles zusammengepackt und ab in den Container. Ohne viel Nachdenken einen guten Teil von dem was war einfach weggeworfen.

Das war irgendwie komisch und es gibt immer noch Momente in denen ich dran denke. In denen mir einfällt, dass dies oder jenes wohl dabei war. Vage Erinnerungen, nichts wirklich Greif- oder Beschreibbares, Ahnungen, nicht mehr. Fragmente eines pseudofotografischen Gedächtnisses.

Hin und wieder gibt es diese Momente,

zwei, drei Minuten im Regen, im Dunkeln, am Rande. Wenn das Licht stimmt oder die Luftfeuchtigkeit oder die Summe an Gerüchen. Wenn alles das was nicht ist, genau richtig ist, eben weil es nicht ist. Weil in dem Moment, in dem jeweiligen Jetzt-und-Hier genau diese Unvollkommenheit, den Charm, die Romantik, die Stille ausmacht.

Wenn egal wird, wer was wann wo wie geschrieben, gesagt, gemeint hat. Oder man selbst. Egal, dass man gerade alles auf einen Schlag einfach seinlassen und weggehn oder da bleiben könnte. Egal, dass man das eben doch nicht kann, weil der Augenblick einen dermaßen fesselt, dass ein Ausbruch aus der eigenen, gleichförmigen Bewegung unmöglich erscheint, während man feststellt, dass selbst das Sich-auf-das-Genießen-konzentrieren nur eine lächerliche Farce ist, angesichts des Genusses, der sich unabwendbar erschließt.

Manchmal sieht man ja vor lauter Beine


(Quelle)

das Schaf garnicht mehr. (Weil´s gerade sooooo schön passt ;)

Monster des Monats Mai 2010

Noch 41 Minuten. Na mal sehn. Waren ja doch ein paar schöne Viecher im Mai dabei.

Rausgepickt hab ich mir dieses Mal Helen Zhun, die ich zuerst über deviantArt.com gefunden hab. Die Motive die Helen hier präsentiert sind sehr vielfältig und mich hat nicht alles angesprochen.

Aber die Kreaturserie, aus der das obige Bild stammt, finde ich ziemlich einzigartig. Sowohl vom Stil, aber viel mehr noch hinsichtlich der Morphologie drücken ihre Wesen eine Selbstständig- und damit Glaubhaftigkeit aus, dass man sich wünscht, sie hat die nicht einfach irgendwo abgemalt.

Überlasst das Denken den Pferden, denn die haben die größeren Köpfe.

Liebe Politik,

war es wirklich zuviel verlangt mich, einmal in dieser Woche, einmal im Monat oder im Jahr, nur einmal im Jahrzehnt zu überraschen. Ich meine wirklich überraschen. Nicht nur so ein angedeutetes "wir tun jetzt mal so, als wär´s Demokratie" oder "frei" oder "geheim".

Wenn jetzt noch einer kommt und irgendwas davon faselt, dass mit den Linken kein Staat zu machen sei, ja wieso soll ich dem nicht auf die Schulter klopfen und lächeln? Wenn nochmal wer kommt und faselt, dass die neuen Medien (und immer ist das Netz gemeint), endlich in der gesellschaftlichen Realität mit einer wirklichen Gestaltungsfunktion angekommen sind, wieso sollte ich dem nicht auf die Schulter klopfen und lächeln? Wenn mich jemand fragt (und ich werde bezahlt dafür, gefragt zu werden), warum denn eher jemand Staatsoberhaupt wird, der glaubt, als jemand der versucht Dingen auf den Grund zu gehen, wieso soll ich dem nicht einfach auf die Schulter klopfen und lächeln.

Manchmal,

(klick für groß)

ganz, ganz selten, ist mir am abend nach einem dieser Instandcappuccinos, die nicht das geringste mit Kaffee oder einem seiner Derivate zu tun haben. Dann ist mir so, als wäre schon alles da. Die Veranda, das Meer, die Leselampe, das Buch und der Rest auch. Dann ist mir danach so zu tun, als fühle es sich an, wie es sich sonst immer anfühlen soll, wenn ich merke, dass es sich nicht so anfühlt, wie es sich anfühlen sollte: Nach echtem Cappucciono, sich langsam, vom Rühren drehendem, crêmigem Schaum, abendlicher Sommer- oder sommerlicher Abendwärme, Musik á la Philip Poiselle oder dieser Chansonette deren Namen ich gerade nicht in meiner Musikbibliothek finden kann und - gewaltigem Rauschen.

O.k. Dinos gehn ja ohnehin immer,

aber es sind nicht nur die nützlichen und herrlich naiven leicht verständlich illustrierten Grafiken auf theoatmeal.com, die eine helfen alltägliche Situationen zu meistern. Neben der obigen Argumentationsliste gegen das Zuführen von Cocain in/an einen T-Rex, sind da so praktische Hilfen wie bspw. die Auffälligkeiten, die auf canibalische Absichten von Angehörigen hinweisen können oder einfach Bestätigungen lange gehegter Ahnungen.

Erbe der Aufklärung

Der Auszug des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. War es nicht das, was es zu lernen galt? Denken, selber denken. Der Gewinn von Erkenntnis? Training der Logik? Und jetzt das! Unvernunft und Esotherik allendhalben.

Aber vielleicht, ganz vielleicht hat ja gerade die Forderung, Dinge zu verstehen, sie nachvollziehen zu können einen nicht unwesentlichen Anteil am "gefühlten" Verstehen. Zumindest in den Lebens- und Erlebensbereichen die entweder ohnehin an der Grenze des Verstehbaren liegen oder aber die einen starken persönlichen Bezug, eine Befangenheit haben.

War nur so ein Gedanke, aber wenn es keinen Druck gäbe derlei Begebenheiten in einen kausal-sinnhaften Kotext zu setzen, könnte man sie so (hin-/wahr-)nehmen wie sie sind - schön bis wundervoll. Das war nur so ein Vorschlag.

Radiologen PinUp-Kalender

(via Chefarztfraulicher Beobachter)

Ob das jetzt safe for work ist weiß ich auch nicht. Ein paar von den Aufnahmen vielleicht nicht. Aber hat irgendwie was.

Fußball

(Bild: Wikimedia)

Huch! Wer hätte das gedacht, dass ich hier wirklich zweimal über Fußball schreibe?! Aber es gibt da etwas, was mich wirklich aufregt, bei der WM. Und es ist nicht das normale, das erwartbare, doofe Rumgedüdel, das bei jeder WM dazu führt, dass gefühlte 98 Prozent der Bevölkerung ihren Verstand nach dem Aufwachen ganz offensichtlich gegen den Inhat einer luftgefüllten Lederkugel tauschen.

Nein, es ist die Vuvuzela. Eine Plastiktröte, die ... trötet (ach) und die wohl gewohnheitsmäßig im südafrikanischen Fußballzirkus zur Anwendung kommt. So what? Fußballtröte trötet zum Fußball. Fußball-WM = Fußball. Fußball-WM in Afrika = Fußball = Fußballtröte = Vuvuzela. Fußball-WM = Vuvuzela. Was gibt´s da zu meckern?

Habt ihr alle keine Eier?

Zuerst wollte ich den Text mit "Das es sowas noch gibt." betiteln aber: Ach, huch, den kenn ich doch. Jetzt hätte ich fast geschrieben, dass es bei der faz noch Autoren gibt, die über eine Sprachreflexionsfähigkeit verfügen, die an Victor Klemperers LTI-Tagebuch erinnnern. Allerdings habe ich dann nochmal nach dem Namen des Autors geschaut - es war (halt) Steffan Niggemeier.

"Viel lernen du noch musst..."

(via electru, Klick für größer)

Vom Sraßenkünstler (auch wenn street-artist cooler klingt), Smug1. Hängt wohl in Bristol - wobei: "Hängt" sowas eigentlich?

Die Kühlkette

darf gemeinhin nicht unterbrochen werden. Ich glaube mir ist das gestern auf den 500 Metern vom Supermarkt bis hierher nicht gelungen. Und weil ich bei wärmeummantelten Lebensmitteltransporten immer an ihn denken muss, hier eine kleine Erinnerung an Hagen Rether. Der hatte das letzte Mal, als er in Dresden war nämlich ein "Die-Kühlkette-darf-nicht-unterbrochen-werden-Madley-Solo" vorgetragen. Sowas brennt sich irgendwie ein.

Und wo ich gerade bei dem Kaberetisten bin (von denen viele irgendwie anders tickende Gehirne zu haben scheinen, als die Verantwortichen in diesem Land), möchte ich noch diesen Vorschlag für den nächten Bundespräsidenten unter die Leute bringen:

Typografen

"Typografen sind Menschen, die mit Buchstabennudeln Geschlechtsverkehr haben."

Der F., eben so.

"*gnihihi*"

Ich so.

Editors - escape the nest

Weil ich grad für mehr kaum Zeit hab, weil das grad läuft, weil Editors einfach mal rocken wie Sau, weil ... ach, danke halt.

Tornado in Großenhain, 24. Mai 2010

Also vielleicht bin ich ja wirklich der einzige, dem das entgangen ist, aber von dem Tornado der am 24. Mai durch Großenhain marschiert ist, hab ich bis eben nix gehört. Großenhain ist ja so weit jetzt nicht.

Und der ist wirklich ordentlich da durchmarschiert. Ich hab ja schon mal gesehen, wie eine Windhose mir nix dir nix ein paar Motorräder umgeschupst hat, aber das hier war ganz offensichtlich ne Nummer dicker.

gray is gay (oder was ein verzögerter Sommer so alles anrichten kann...)

Ein neues Liedchen. "Grey is gay". Jaja, nicht politisch korrekt, aber wenn´s aus dem Fenster raus halt immer so aussieht und ich das auf Arbeit auch immer höre...

Und noch ein paar Fotos

von mir aus den letzten Wochen, von denen das ein oder andere vielleicht auch nochmal zu nem Desktophintergrund aufbereitet werden wird, aber erst wenn Zeit und Muße genug dazu ist - also nie ;). Deshalb lieber wenigstens so:

form follws funktion vs. prädispositionierter Ästehtik

Dieter Rams, ehemaliger Chefdesigner von Braun (ich kannte den Namen vorher auch nicht ;) hat der FAZ ein Interview gegeben. Darin tauchen folgende Sätze, in dieser Reihenfolge auf.

"Design ist ganz wesentlich davon bestimmt, dass es Dinge erklärt, ohne dass man lange eine Gebrauchsanleitung lesen muss."

"Guten Geschmack aber muss man lernen, der ist nicht angeboren."